Gefangen im Hamsterrad – der Unternehmer in der täglichen Tretmühle

Unternehmerin Karin Koehler kennt Wege, wie Firmeninhaber wieder Boden unter die Füße und einen klaren Kopf bekommen

Für sie gibt es keine 40-Stunden-Wochen, sie nehmen Arbeit selbst mit in ihren Urlaub und den Begriff Erreichbarkeit sehr wörtlich – Unternehmer, Firmeninhaber, Gründer oder wie sie sich selbst gerne vorstellen. „Am Abend kreisen die Gedanken selbst noch beim Einschlafen um die Firma und es sind dieselben, die morgens direkt wieder präsent sind“ davon kann Karin Koehler selbst ein Lied singen. Die leidenschaftliche Mentorin für Unternehmer erarbeitet mit ihren Kunden individuelle Wege aus diesem Hamsterrad mit dem wohlbekannten Namen ‚Unternehmertum‘

Morgens im Büro angekommen, dreht sich das Rad immer schneller: Nicht bearbeitete

E-Mails von gestern und die neuen von heute so weit wie möglich angehen, Angebote rausschicken, Anfragen bearbeiten und koordinieren und mit dem Lieferanten neue Konditionen klären. Und wie sieht überhaupt die Planung für heute aus? Die Reise für nächste Woche muss auch noch vorbereitet werden.

„Als Unternehmer ist man den ganzen Tag am Rennen und hat abends das Gefühl, wieder nicht alles geschafft zu haben“, reflektiert Karin Koehler eins der Hauptprobleme, mit denen sie in ihrer Arbeit immer wieder konfrontiert wird. „Man bekommt den Eindruck, mit 200 km/h im ICE zu sitzen und zu vergessen, an den Bahnhöfen zu halten. Wieviel sehe ich als Autofahrer in diesem Tempo? Und was würde ich alles bemerken, wenn ich die Geschwindigkeit beispielsweise halbiere?“

Mit ihrem Unternehmer Drive gibt Karin Koehler ihren Kunden Tipps, aus diesem Hamsterrad herauszukommen, denn wenn es zu schnell dreht, fliegt der Hamster irgendwann raus. Sie empfiehlt, den Tag am besten mit viel Frischluft fürs Gehirn zu starten, denn Sauerstoff besänftigt die Gedanken. Im Büro angekommen, sollte man den Fokus auf etwas gut Abgelaufenes lenken. Wieviel besser lassen sich neue Aufgaben mit positiven Gedanken und einem zufriedenen Lächeln im Gesicht angehen. Weiter kann man mit seiner Sekretärin oder seinem Assistenten klären, womit diese/r heute entlasten kann.

Sehr gute Erfahrung hat Karin Koehler damit gemacht, sich wirklich bewusst – trotz Störfaktoren – immer auf eine Sache zu konzentrieren. Erst wenn diese abgeschlossen ist, die nächste angehen. „Niemand ist multi-tasking-fähig. Wer das probiert, erledigt alle Aufgaben nur teilweise gut und am Ende bleibt immer etwas zu tun übrig.“

Karin Koehler ist selbst eine Powerfrau und kennt die Herausforderungen des Unternehmertums nur zu gut, führte sie doch selbst einen eigenen Betrieb mit fast 50 Mitarbeitern. Umso besser versteht sie den Alltag eines Unternehmers mit all seinen Herausforderungen und Ansprüchen an sich selbst.

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