Gute Mitarbeiter – welch ein Segen!

„Ein gutes Wort und sanfter Regen dringen überall durch.“

deutsches Sprichwort

 

Die neue Woche mit vielen Projekten steht vor der Tür. Gedanklich ist bereits alles durchgeplant. Die Zeit ist knapp, aber wenn alle Mitarbeiter an einem Strang ziehen, wird es funktionieren. Schließlich haben Sie am Wochenende einige Zeit damit verbracht, alle Mitarbeiter einzuteilen. Am Ende hatten Sie eine gute Strategie vor Augen – da haben sich die Überstunden nachts am Schreibtisch doch gelohnt, möchte man meinen.

Doch Montagmorgen, als Sie die Firma betreten, werden Sie wieder einmal eines Besseren belehrt. Ein wichtiger Mitarbeiter der IT-Abteilung fällt die ganze Woche aus. Dazu noch eine Kollegin aus der Buchhaltung. Muss das denn jetzt wirklich wieder sein? Die beiden waren fester Bestandteil Ihrer Planung und sind für die Projekte unverzichtbar!

Und schon kommen die ersten nervenden Gedanken. Sie müssen schon wieder umdisponieren. Alles muss neu geplant werden. Dabei haben Sie doch gar keine Zeit. Denkt denn keiner an mich? Wofür bezahle ICH denn alle hier? ICH kann mir gar nicht leisten, krank zu sein! Nun kann ICH mich um Ersatz kümmern, Überstunden anordnen und dann dauert es nicht mehr lange, bis auch der nächste mit einem ärztlichen Attest vor der Tür steht. Womöglich kommen bald die anderen Mitarbeiter zu mir und verlangen mehr Geld …

Manchmal hilft ein Perspektivenwechsel

Moment. Halten Sie mal kurz inne und schauen Sie einmal genauer hin: Der IT-Mitarbeiter war seit über zwei Jahren nicht mehr krankgeschrieben. Vor ein paar Monaten hat sich seine Frau von ihm getrennt und er musste sich um eine neue Wohnung kümmern. Trotz dieser Umstände hat seine Arbeit in der Abteilung nie darunter gelitten. Nun hat ihn eine Grippe eingeholt – kein Wunder, denn durch seine Umstände ist sein Immunsystem zurzeit extrem geschwächt.

Zum Glück haben Sie noch ein Ass im Ärmel. Der neue IT-Mitarbeiter, den Sie als Fachkraft gewinnen konnten, wird sich sicherlich freuen, seine Fähigkeiten zeigen zu können. Hoffentlich nimmt er die Überstunden am Ende nicht zum Anlass, mehr Gehalt einzufordern. Er kennt seinen Marktwert und wird sicher bald schon an Ihrer Tür klopfen … Naja, das sind nun mal die alltäglichen Problemchen im Unternehmerleben

1. Schritt: Reden

Bevor Sie sich weiter ärgern, atmen Sie tief durch. Vielleicht haben Ihre Mitarbeiter ganz andere Gedanken. Vielleicht hat der ein oder andere private Probleme. Ein anderer fühlt sich wiederum nicht wertgeschätzt. Was Sie als Führungskraft tun können, ist simpel und gleichzeitig so wirksam:

Fragen und Zuhören. Sie fühlen sich überfordert? Vielleicht geht es Ihren Mitarbeitern ebenso. Das können Sie nur herausfinden, indem Sie mit ihnen reden. Zeigen Sie, wie wichtig sie für das Unternehmen sind und dass sie gebraucht werden.

2. Schritt: Erkenntlich zeigen

Haben Sie schon einmal an eine nette Geste gedacht? Braucht Ihr langjähriger Mitarbeiter vielleicht ein neues Handy oder ein neues Notebook oder gar ein E-Bike für den Weg zur Arbeit? Die gute Nachricht ist, unser Gesetzgeber ermöglicht es, einige Aufmerksamkeiten steuerlich abzusetzen.

Darüber hinaus gilt: Kommunikation ist alles. Sie werden sehen, wie schnell sich Probleme lösen und wie Sie Ihre Mitarbeiter nachhaltig motivieren, indem Sie eines tun: Reden bzw. Fragen und Zuhören. Denn dies ist ein Garant für erfolgreiche Führung.

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